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Nach dem Rückgang im Mai entwickelten sich die Märkte im Juni und teilweise auch im Juli gut. Hier insbesondere die US-Märkte, Europa schwächelt schon länger.

Nach dem letzten Trump’schen Tweet in Bezug auf die Erhebung von Zöllen, kam erneut Unruhe auf. Zurückgehende Kurse spiegeln das wider. Im negativen Sinn führen europäische Indices auch hier wieder.
Der AAC Multi Style Global ist spätestens in der letzten Juliwoche in den Verteidigungsmodus übergegangen. Unsere Markt – Modelle haben die Veränderungen rechtzeitig angezeigt.

Gemessen ab 01.Juli 2019 sehen die Entwicklungen wie folgt aus (Schlusskurse Europa), Kurse Stand 18:00 Uhr USA und Asien Schlusskurse 10:00 MEZ, zum 15.August 2019:


KURSINDEX
DAX minus 8,85 %
MDAX minus 5,42 %
TecDax minus 9,41 %
EuroStoxx 50 minus 6,14 %
Stoxx600 minus 5,87 %
S&P 500 minus 3,92 %
Nasdaq Composite minus 3,88 %
Shanghai Composite minus 7,52 %
Hang Seng minus 11,52 %
All ordinaries minus 3,57 %
AAC Multi Style Global plus 0,05 %

Die Übersicht zeigt, dass die US-Märkte trotz allen präsidialen Getöses eine relative Stärke gegenüber den anderen Märkten aufweisen. Ebenso der australische All Ordinaries. Australien dürfte aufgrund der geografischen Nähe zu China der „lachende Dritte“ im Handelsstreit sein. Folgerichtig ist der AAC Multi Style Global nur mit etwa 23% in Europa investiert, dafür aber mit mehr als 37% in den USA und mehr als 22% in Australien. In Asien gibt es lediglich eine Position, die ca. 0,5% des Fondsportfolios einnimmt.  Die europäischen Werte sind qualitativ so hochwertig, dass sie von der nun laufenden mittelfristigen Korrektur kaum betroffen sind.

Die Cashquote des Fonds liegt derzeit bei etwa 18%. Das Equity Long Exposure wurde in den vergangenen Tagen sukzessive reduziert. Wie schon in den Breaking News vom Mai kommuniziert, funktionieren auch in diesen Tagen die Absicherungen über Bonds sehr gut. Im Fondsportfolio befinden sich Bondspositionen unterschiedlicher Emittenten und Laufzeiten, abgedeckt ausschließlich über Futures. Sie verteidigen die im Fonds gehaltenen Aktienpositionen hervorragend. Hinzu kommen australische und kanadische Goldminen, die ebenfalls sichernde Funktion haben. Das Beta des Long Exposures beträgt derzeit etwa 0,7%. Alles in allem fühlen wir uns mit der momentanen Zusammenstellung gut positioniert, was man an der Entwicklung letztlich auch sieht.

Betont sei noch, dass es in der historischen Betrachtung der Equity-Märkte noch nie ein Jahr mit nur einer mittelfristigen Korrektur gegeben hat. 2-3 waren die Norm in Bullmarkets, in Bearmarkets eher 3-4. In Europa begann sie Anfang Juli und läuft bereits die 7. Woche. Unseren statistischen Daten zufolge liegt die Norm für die Dauer einer ITT-Korrektur bei 3-10 Wochen mit um die 10% Drawdown – plus/minus 3,5%.

Die US-Indizes sehen wie beschrieben wieder einmal besser aus. Sie befinden sich nun in der dritten Woche der Korrektur.

Die Frage ist, welche Umstände zum Ende der ITT-Korrektur führen? Unsere Antwort: NUR Money, Money, Money, d.h. nur die Notenbanken und Vigilants am langen Ende der Zinskurve können durch Überkompensieren des schwachen Business die Korrektur beenden, was im Grundsatz immer ein bisschen Draghi’s berühmtes „whatever-it-takes” ist und historisch fast ohne Ausnahme an allen größeren Wendepunkten so war.

Aufgrund der Positionierung des Fonds können wir die momentane Entwicklung konzentriert gelassen verfolgen. Wir würden uns nicht wundern, wenn die FED die Zinsen am kurzen Ende senkt. Wichtige Voraussetzung dafür ist, dass sich Jerome Powell nicht länger von seiner sturen Seite zeigt. Sollte also die Reaktion der FED ausbleiben oder zu gering ausfallen, wird der Dreh in der Konjunktur und bei Equity eher nicht vollzogen werden können und die ITT-Korrektur könnte sich dann ausweiten.

Und weil die Börsengeschichte voll ist von derartigen Notenbank-Fehlbeurteilungen, halten wir uns mit Glaubensbekenntnissen zurück. Prognosen geben wir ohnehin nicht ab. Stattdessen navigieren wir den Fonds täglich verantwortungsvoll durch die Strömungen.

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