Monatskommentar für 07.2026

Inhalt
  • Wie hat sich der Markt im letzte Monat verhalten?
  • Auf welchen Entscheidungen beruht die Ausrichtung im Fonds?
  • Welche Zu- und Verkäufe haben wir getätigt und in welchem Segment sehen wir gute Chancen.

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ENTWICKLUNG DER AKTIENINDIZES
SOWIE DES AAC MULTI STYLE GLOBAL

Monatskommentar für Juli 2026

Im Juli hat sich das Marktbild deutlich eingetrübt. Die zuvor überragend gelaufenen Technologie- und insbesondere Halbleiterwerte gerieten in eine scharfe Korrektur, u.a. ausgelöst durch Befürchtungen über neue Konkurrenz von chinesischen KI- und Speicherchip-Unternehmen sowie durch Gewinn-mitnahmen nach dem starken ersten Halbjahr.

Die Rotation aus den High-Beta-Werten in defensive Standardwerte verlief in einem hohen Tempo und mit großer Intensität. Zusätzlich belasteten die erneute Eskalation am Persischen Golf mit wieder deutlich steigenden Ölpreisen sowie eine restriktivere Tonlage der US-Notenbank.

Die US-Indizes gaben im Juli in Euro gerechnet auf breiter Front nach: Nasdaq 100 -7,6 % (schwächster Monat seit März 2025), S&P 500 -0,8 % und Dow Jones -0,3 %. Der technologielastige Nasdaq rutschte im Monatsverlauf zeitweise mehr als 10 % unter sein Juni-Hoch. Die US-Small-Caps gaben ebenfalls nach, der Russell 2000 verlor 3,7 %. In Europa hielten sich die Indizes deutlich besser: Der DAX legte um rund +2 % zu und notierte zum Monatsende knapp unter seinem Rekordhoch, der Eurostoxx 50 gewann +0,5 %.

Die Schwellenländer (MSCI Emerging Markets) verloren allerdings 6,9 %, belastet durch asiatische Chip-Schwergewichte aus Korea, Taiwan und Japan. Auf Branchenebene waren die Entwicklungen noch drastischer, dabei aber sehr divergierend. Der Halbleitersektor verzeichnete mit -20 % im Philadelphia-Halbleiterindex den schwächsten Monat seit 2008.

Nach dem Anstieg von über 80 % im ersten Halbjahr kam es entsprechend zu starken Gewinnmitnahmen in der gesamten KI-Kette. Auf der Gegenseite profitierten der Energiesektor vom kräftig gestiegenen Ölpreis sowie die Branchen Pharma/Biotech und Basiskonsum von den Umschichtungen der Marktteilnehmer. Erst zum Monatsende stabilisierte sich der Technologiesektor nach starken Quartalszahlen einzelner Schwergewichte.

Der AAC-Fonds verlor im Juli 8,9 %. Die scharfe Rotation aus den High-Beta- und insbesondere den Halbleiter- und KI-Werten wirkte sich auf das zu Monatsbeginn noch offensiv aufgestellte Portfolio spürbar aus und führte zu einem überproportionalen Drawdown. Im Monatsverlauf wurde das Aktienbuch konsequent verkleinert und neu ausgerichtet; per Monatsende ist der Fonds defensiv positioniert und beginnt, Positionen in neuen Favoriten sukzessive aufzubauen. 

Neu- & Nachkäufe

Eli Lilly
XTB S.A.
Novartis AG
Netapp
Eaton 

Total- & Teilverkäufe

Micron
Applied Digital
SanDisk
PVA Tepla AG
Applied Materials 

Quelle: Investment 31.07.2026

Hinweis:

Frühere Wertentwicklungen, Simulationen oder Prognosen stellen keinen verlässlichen Indikator für die künftige Wertentwicklung dar.

Dispositionen

Der Investitionsgrad im Fonds wurde deutlich reduziert: Die Aktienquote liegt per Monatsende bei rund 50 %, der Rest ist in Geldmarkt- und kurzlaufenden Staatsanleihen geparkt. Das Portfolio wurde im Juli grundlegend umgebaut. Die heiß gelaufenen Halbleiter- und High-Beta-Positionen wurden abgebaut. Im Gegenzug wurden erste Positionen bei den neuen Favoriten aufgebaut:

Die Schwerpunkte liegen jetzt im Gesundheits- bzw. Healthcare-Sektor mit Positionen in UnitedHealth, Eli Lilly, Novartis und einigen substanzstarken Nebenwerten sowie Spezial-ETFs in europäischen Banken und Versicherungen, Öl & Gas, Verteidigung und dividendenstarken Value-Titeln.

Auf der Währungsseite wurde eine Teilabsicherung des US-Dollar-Exposures über Euro-Futures vorgenommen; per Monatsende sind rund 20 % des USD-Engagements abgesichert.

Zinsen

An den Zinsmärkten wirkte sich der Gegenwind aus dem erneuten Ölpreisanstieg und einer restriktiveren Tonlage der Fed aus: Die zehnjährige US-Treasury Rendite stieg zum Monatsende auf 4,75 % und damit auf den höchsten Schlussstand des Quartals, auch die dreißigjährige Rendite machte am Monatsende mit 5,2 % ein neues Verlaufshoch.

Die Fed hielt die Leitzinsen auf ihrer Sitzung Ende Juli konstant bei 3,50 % bis 3,75 %, allerdings votierten drei Mitglieder für eine Erhöhung.

Die EZB beließ die Leitzinsen am 23. Juli einstimmig unverändert (Einlagesatz 2,25 %), für September wird an den Märkten eine weitere Erhöhung erwartet. Die zehnjährige Bundrendite notierte zum Monatsende um 3,0 %. 

ROHSTOFFE

An den Rohstoffmärkten drehte der Ölpreis wieder nach oben: Die anhaltende Blockade der Straße von Hormus und neue Spannungen am Persischen Golf trieben Brent-Öl um rund 20 % auf gut 90 US-Dollar je Barrel, der stärkste Monatsanstieg seit März 2026.

Kupfer setzte seinen Aufwärtstrend fort und gewann rund 4 %. Gold legte um gut 1 % zu und verzeichnete damit den ersten Gewinnmonat nach vier Verlust-monaten in Folge. 

WÄHRUNGEN

An den Währungsmärkten stabilisierte sich der Euro. Er gewann gegenüber dem US-Dollar 0,6 % und schloss den Monat bei 1,150. 

Länder

Anteil am Gesamtportfolio 100%

USA
35.9%
Deutschland
23.4%
Belgien
18.5%
Irland
7.4%
Polen
2.9%
Schweiz
1.7%
Rumänien
1.3%
Zypern
1.3%
Luxemburg
1.3%
Sonstige
6.2%
Cap Sizes
35.3%

BigCap

11.6%

MidCap

3.1%

SmallCap

50%

Anleihen/ Cash

Branchen

Anteil am Gesamtportfolio 100%

Regierung
36.4%
Sonstige Aktiva + Passiva
19.9%
Gesundheit
14.5%
nicht klassifizierbar
12.7%
Finanzwesen
7.4%
Technologie
3.6%
Industrie
2.8%
Energie
0.9%
Kommunikation
0.8%
Sonstige Position
1.2%