Im März kam es aufgrund der Angriffe der USA und Israels auf den Iran zu starken Abwärtsbewegungen an den globalen Aktienmärkten. Insbesondere die im Gefolge des Krieges explodierenden Energiepreise – Rohöl verdoppelte sich von gut 60 USD auf in der Spitze fast 120 USD und die Gas- und LNG-Preise stiegen noch stärker – verursachten im abgelaufenen Monat besonders in den energieimportierenden Regionen wie Europa und den Emerging Markets überproportionale Kursverluste.
Dazu kamen – ausgelöst durch die Schließung der Straße von Hormus – die Unsicherheiten bezüglich der globalen Lieferketten/Supply-Chains; diese Umstände ließen die Inflationserwartungen der Marktteilnehmer weltweit ansteigen und führten gleichzeitig zu steigenden Zinsen und der Perspektive einer nun nicht mehr expansiven, sondern einer möglicherweise restriktiveren Geldpolitik der Notenbanken.
Die US-Indizes verzeichneten im März durchweg Verluste: S&P 500 (-3,7%), Nasdaq (-3,1%) und Dow Jones (-4,2%). Auch die US-Small Caps schlossen negativ (-4,7%).
Die maßgeblichen europäischen Indizes entwickelten sich – wohl wegen der starken Abhängigkeit von Energieimporten – stärker negativ: DAX (-7,9%) und Eurostoxx 50 (-6,6%); auch die Emerging Markets gaben mit (-7,0%) alle Kursgewinne der Vormonate wieder ab.
Bezogen auf die Branchenentwicklung lagen die Gewinner im vergangenen Monat vor allem im Segment Space (+10,1 %), bei den Düngemittelherstellern (+7,1 %) und im Bereich Ölproduktion (+3,6 %). Die ganz großen Verlierer waren – wie schon seit Jahresbeginn – Softwareaktien aufgrund der Befürchtung, dass deren Ge-schäftsmodelle durch KI bedroht und obsolet werden könnten. Selbst bekannte und liquide Namen wie Meta, Microsoft oder Salesforce, die in Krisen häufig als „Safe Havens“ fungierten, gaben weiter ab und liegen zwischen 20 und 40% unter ihren All Time Highs. Der AAC-Fonds war von den Rückgängen in den Softwareaktien nicht betroffen, weil schon seit längerer Zeit keine Bestände in diesen Aktien gehalten wurden. Schwach performten im März außerdem die Branchen Homebuilder (-15,0 %), Robotics (-13,1 %) und Retail (-7,3 %).
Powell Industries
Blacksky Tech
Seagate Technologies
AT+S Austria
Brightspring Health
K+S AG
Chevron
Alphabet
ARM Holdings
Hochtief AG
Hinweis:
Frühere Wertentwicklungen, Simulationen oder Prognosen stellen keinen verlässlichen Indikator für die künftige Wertentwicklung dar.
Der Investitionsgrad des Fonds liegt per Anfang April bei ca. 40%. Es waren vor allem die gehaltenen Ölaktien mit einem Anteil von zeitweilig bis zu 13%, die mit ihren Kursgewinnen verhinderten, dass der Anteils-preisrückgang nicht größer ausfiel.
Zusammenfassend ging es im März vor allem darum, das Augenmerk auf „Return of the Money“ anstelle von „Return on the Money“ zu lenken. Gerade die Verluste bei den High-Beta- und Softwareaktien sowie neuerdings auch im High Yield- und im Private Debt/Equity-Bereich deuten möglicherweise darauf hin, dass es neben dem Nahostkrieg zusätzliche finanzielle und ökonomische Risiken gibt, die u.U. noch nicht voll eingepreist sind.
Historisch gesehen, haben Kriegsszenarien und/oder politisch induzierte Krisen selten langfristige negative Auswirkungen. Daher ist es trotz der aktuell schwierigen Lage wichtig, die Augen für die Favoriten des nächsten Aufschwungs offen zu halten. Sobald sich die Kriegssituation und Makro-Lage entspannen, werden sich die Makro-Modelle verbessern und sich neue Favoriten/Leader in den Screenings zeigen, so dass die Investitionsquote des Fonds dann wieder sukzessive erhöht werden wird.
Erste vorsichtige (Test-) Käufe wurden im Space-Bereich (im Sommer geht Musk’s SpaceX an die Börse) sowie bei Unternehmen mit Sondersituationen getätigt
Das USD-Währungsrisiko ist aktuell zu ca. 15% abgesichert.
An den Zinsmärkten waren in den USA steigende Renditen zu verzeichnen; so stieg die 30-Year-Yield auf +4,91 % an. Die explodierenden Energiepreise und die Disruption der globalen Supply Chains ließen – wie schon oben erwähnt – die Inflationserwartungen ansteigen mit der Befürchtung einer jetzt restriktiven statt vorher eingepreisten expansiven Geldpolitik. Auch in Europa stiegen die Zinsen, die deutsche Umlaufrendite lag zuletzt bei +2,99 %.
Die Rohstoffmärkte zeigten deutliche Reaktionen auf die geopolitische Lage: Rohöl explodierte kriegsbedingt um teilweise bis zu 100%; Kupfer verzeichnete hingegen einen Rücksetzer von (-5,1 %). Der Goldpreis erlitt nach einem bis dato sehr starken Jahr eine kräftige Korrektur (-10,6 %).
An den Währungsmärkten verlor der Euro gegenüber dem US-Dollar an Wert (-0,9 %).
Anteil am Gesamtportfolio 100%
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